Die Moschtbire-Clique gilt als die Traditionsclique der Narrenzunft Karsau. Sie wurde im Jahre 1956 vom damaligen Zunftmeister Franz Wiessmer gegründet, um der Karsauer Fasnacht etwas mehr Leben zu verleihen.
Der Name der Clique geht auf ein geschichtliches Ereignis zurück, das ausschlaggebend für die Namensgebung aller Karsauer war: Zur Zeit der Deutschordensritter wuchsen an den Hängen des Karsauer Teils des Dinkelberges Reben. Die Leibeigenen der damaligen Deutschordenskommende mussten aus dem Ernteertrag einen Zehnt als Steuer den Ordensherren abgeben. Diese wiederum benutzten den Wein für ihre Gelage. Als die Gelage immer größer wurden, reichte der Zehnt der Karsauer Bewohner nicht mehr aus. Der Orden beschloß, die Steuer zu erhöhen, worauf die Karsauer Einwohner ausgesprochen sauer reagierten. Sie streikten und lieferten keinen Wein mehr ab. Zur Strafe ließen daraufhin die Deutschordensherren sämtliche Rebstöcke vernichten. Doch das gute Ende blieb bei den Karsauer Bauern. Sie pflanzten die sogenannten Moschtbirebäume, und davon mussten sie keinen Zehnt mehr abgeben, weil diese Birnenart zum Verzehr nicht besonders geeignet war. Nachdem die Karsauer Bewohner schon Jahrzehnte lang nur die "Moschtbire" hießen, lag es auf der Hand, der neuen Clique ebenfalls diesen Namen zu geben.
Die ersten Mitglieder der neuen Clique waren nur Damen, die sich aktiv an der Fasnacht beteiligen wollten. Unter ihnen war auch die in weitem Umkreis um Karsau bekannte "Narrenmutter" Anna Brombach, geb. Ries. Den ersten öffentlichen Auftritt hatte die neue Clique am Fasnachtsumzug 1957 in Rheinfelden. Doch zuvor musste noch sehr viel Arbeit verrichtet werden. Albert Wiessmer vom Elferrat schuf ein Stanzeisen in Form eines Birnenblattes, und Franz Wiessmer schlug sich manche Nacht um die Ohren, um aus dem gekauften Filzstoff eine Unmenge kleiner Plätzchen in Handarbeit herauszustanzen. Die Frauen, die später einmal unter diesem Kostüm Fasnacht machen wollten, mussten eifrig mitarbeiten. Sie nähten auf gefärbte Malerkittel die Plätzchen auf, während eine andere Gruppe in Birnenform ausgestanzte Filzstückchen zusammennähte und mit Sägemehl füllte, um so kleine gelbe Moschtbirnen an ihren Kostümen zu haben. Vervollständigt wurde das Häs durch kleine Glöckchen. Die ersten Hosen waren ebenfalls gefärbte Malerhosen. Dazu gab es holzgeschnitzte Masken, die erstmals auf dem Preismaskenball 1956 der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Weiterhin bestand das Kostüm aus einem Stab, den eine überdimensionale grüne Moschtbire samt Blätter aus Schaumgummi bzw. Filz zierte, sowie einem grünen "Rattenfänger-Hut", der ebenfalls mit Moschtbireblättern geschmückt worden war. 
Bei ihrem ersten Auftritt errang die Gruppe dann auch mit diesem herrlichen Kostüm einen ersten Preis. Bis zum Jahre 1968 bestand diese Clique in der Form weiter. Dann schlossen sich die Moschtbire-Mädchen, die sich inzwischen etwas vermindert hatten, mit der ebenfalls nur noch kleinen Gruppe der "Chrotten-Clique" zusammen. 
Nach dem Zusammenschluß am 05. April 1968 im Schwarzwaldstüble zählte die Clique
23 Aktive und führte von nun an als Gliederung der Narrenzunft Karsau ein eigenständiges Cliquenleben und wählte auch eine Vorstandschaft deren erster Vorstand Herbert Gantert war. Die Kostüme der Damen wurden beibehalten, während die Herren neue Kostüme erhielten. Man entschied sich für braune Kniebundhosen und grüne Strümpfe, während die Bluse in der gleichen Art wie die der Mädchen gehalten wurde. Dazu kamen noch die vom damaligen Zunftmeister Rudi Huse angefertigten Moschtbire-Köpfe. 
Seit Fasnacht 1969 zieht die Clique mit einigen Musikern am 2. Faisse Dunschtig auch als "Tschättermusik" mit originellen Instrumenten und in Hemdglunki-Kostümen durch Karsaus Strassen und Lokale, um ein bißchen Fasnachtsstimmung zu verbreiten. Auch die "Narren-Polizei" (originelle Aufmachung in alten Feuerwehruniformen) am 3. Faisse Dunschtig hat ihren Ursprung in der Moschtbire-Clique. Die Polizisten befreien die Schüler von den Lehrern und übernehmen die Amtsgeschäfte in der Ortsverwaltung. Da in den letzten Jahren die Moschtbirekönigin bei der Narrenpolizei mit dabei war, wird der Karsauer Kindergarten auch besucht.
Im Jahre 1970 wurde Gerd Brombach neuer Cliquenchef. Mit seiner Idee und unter seiner Regie wurden 1972 mit selbstlosem Einsatz einheitliche neue Kostüme angefertigt. Die neue Uniform wurde 1973 im Jubiläumsjahr der Narrenzunft zum erstenmal vorgestellt und bestand nun aus: brauner Kniebundhose, grünen Strümpfen, einem gelben "Russenkittel" mit aus grünem Filz aufgenähten Blättern und ebenfalls grünen Birnen aus Plastikmaterial welche zusätzlich auf die Blätter aufgenäht wurden, einem gelben Schal mit schwarzen Punkten und einer Holzmaske in Form einer Moschtbire. Die Uniform vervollständigte ein gelber Pullover mit dem Moschtbire-Wappen und eine grüne Zipfelmütze. In diesem Kostüm nimmt die Clique heute noch an den Umzügen teil. Die grüne Zipfelmütze wurde durch ein gelbes Bommelkäppi und eine schwarze Schildmütze abgelöst. Da im Laufe der Jahre viele Holz-masken nicht mehr zu reparieren waren, hat sich die Moschtbire-Clique an der Fasnacht 2000 mit neuen Masken präsentiert. Die grösseren Kinder bekommen jetzt ebenfalls Masken, die sie an den Umzügen tragen dürfen. 
In den Jahren 1971 und 1974 vertrat die Moschtbire-Clique die Narrenzunft Karsau beim Fasnachtsumzug in Lindau/Bodensee, wo man Verbindungen mit einer ähnlichen Clique, der Moschtkopf-Gruppe anknüpfte und bis heute aufrecht erhält. Zum 20-jährigen Jubiläum der Narrenzunft Karsau sowie im Jubiläumsjahr der Clique selbst war man mit einem Jubiläumswagen am Umzug in Rheinfelden. 1973 mit einer überdimensionalen Narrenkappe mit ca. 50.000 Papierröschen und 1981 mit einer Moschtpresse mit Zubehör als Traditions-wagen. Dafür gab es jeweils einen 1. Preis. 
Seit Beginn des Narrenmarktes 1969 können die Gäste die Moschtbire-Bar besuchen. Bis 1977 war die Clique im Keller des Anwesens der Familie Brugger. Dort gab es verschiedene Bargetränke sowie Lachs- und Heringsweggli. Im Jahr 1978 zog man um in die Garagen des Anwesens Brugger. Ab dann bot man den Besuchern französische Spezialitäten wie Rotwein vom Faß, Käseplatte und Raclette an. Seit 1999 hat die Moschtbire-Clique eine eigene Hütte und befindet sich damit auf dem Trottevorplatz. Auch unter dem Jahr ist die Clique aktiv und beteiligt sich an den sportlichen Anlässen im Dorf. Alle 2 Jahre wird im August das Brunnen-fest am Moschtbirebrunnen im Park bei der Kreuzgasse veranstaltet.
Die Clique wurde seit ihrem Bestehen geleitet von Herbert Gantert (1968 bis 1970), Gerd Brombach (1970 bis 1975), Dieter Ziehm (1975 bis 1984), Anton Brandner (1984 bis 1990) , Paul Tarnowski (1990 bis 1994), Markus Friedrich (1994-2014), Miriam Forster (2014- 2015). Aktuell wird die Moschtbire-Clique durch Angelika Brombach geführt.